OTTER Team Blog
31.12.10 und 01.01.11 Yes, we can …

Mit 5m Steigen ins neue Jahr . . .

Felice anjo nuevo 2011

Nachtrag 31.12.2010:
Silvester in Mexico. Die Sonne brennt schon um 10:00 Uhr morgends heiss auf den Startplatz. Die ersten thermischen Ablösungen laufen über den Hang.

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Wir machen uns fertig und starten einer nach dem anderen in die Penion-Arena. Nach dem Start ist es wie immer etwas zäh zu dieser Tageszeit. Wichtig ist „Höhe halten“ und jeden Heber mitnehmen. Über dem Lauch geht´s dann endlich etwas höher und nach einer halben Stunde basteln hat man dann endlich die Abflughöhe, um zu den Penidas zu fliegen. Mitten im Tal gibts nocheinmal einen netten Bart, der es ermöglicht direkt die Spitze des Sacarmacate anzufliegen. Hier steht der beliebte Bart (s. vorhergehende Berichte) mal wieder nicht und ich fliege mit wenig Höhe ab um wenigstens bis Jovans zum Mittagessen zu fliegen. In der Ebene bei Jovans dann die Überraschung… ein 8m Bart, der mich bis auf 3.550 m in die Höhe schießt. In solchen Bärten kann einem schonmal etwas mulmig werden, der Astral 6 fordert ständige Kontrolle und deutlich aktiven Flugstiel. Während über dem Volcano (5.500 m) die ersten Lentiwolken entstehen, überlege ich fieberhaft ob man von hier aus überhaupt zum See nach Valle fliegen kann. Der direkte Weg würde durch die Taldüse führen – fällt also aus…. Aber die Höhe reizt doch sehr einen Versuch zu wagen.

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Im GPS wird als Gleitwinkel 1:7 angezeigt, Gegenwind ist zu erwarten, der Bereich vor mir total unlandbar…. also was soll´s, einen Versuch ist es wert. Ich halte mich soweit wie möglich von dem Taleinschnitt mit dem maximalen Gegenwind fern und fliege teils beschleunigt, teils leicht angebremst Richtung Cerro Gordo. Als die Höhe des Torre erreicht ist, geht es rechts herum und direkt auf den Landeplatz nach Valle zu. Höhe sieht gut aus und endlich liegt der strahlend blaue See vor mir. Yip, das wird klappen. Auf dem See zeigen sich nur leichte Wellen, der Wind wird also nicht zu stark sein. Eine große Dorfrunde über Valle ist wegen der geringen Höhe zwar nicht mehr möglich, aber der Überflug am Landeplatz ist wie immer phantastisch.

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Der Landeplatz ist dieses Jahr deutlich kleiner aufgrund des hohen Wasserstandes, es bleibt also lediglich das „Green“ für einen Versuch. Entspanntes Einlanden gegen den Wind und das gute Gefühl es geschafft zu haben. Der Flug vom Penion zum See ist der Kassiker in Valle und eine neue Route zu fliegen ist auch sehr nett. Ich trinke eine eiskalte Fanta und freue mich total…. So kann ein Silvesterflug aussehen. Yeeeha.

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01.01.2011
Leichte Abschattungen und hohe Schichtbewölkung lassen einen späten Thermikeinsatz erwarten. Das bedeutet zwei kleine Nachteile: Es geht später los und die Thermik steigert sich meist nicht sanft, sondern schnell und heftig. 11:00 Uhr, die ersten Ablösungen spülen den Hang hoch, die ersten Dummies hauen sich raus, draußen vor der ersten Nase steht schon was. Leichtes Steigen und noch bricht kein Startfieber am Launch aus. Wir machen uns aber schon mal fertig, denn es kann sich jede Minute ändern. Dann die ersten richtigen Ablösungen und wir starten hinter Elke um 11:45 Uhr (spät). Der Hausbart links in der Ecke ist noch „off“, also vor dem Launch kurbeln…nach 2.600 (200 über Start) ist Feierabend.

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Kleine Bärte eng ausfliegen ist bei der Pilotenmenge nicht drin. Die große Dorfrunde im Oval durch die beiden kleineren Bärte vor dem Startplatz sind noch ok, aber es geht einfach nicht richtig hoch. Nach 60 Minuten und diversen Kurbeleien haben wir die Nase voll, mit „half bar“ (halb beschleunigt) rüber zum Penon del Diabolo und am Fels neues Steigen suchen und mit 4 – 5 Meter eng kurbeln. Endlich, nur Bianca (USA), Miranda (GB) und ein Gradient kurbeln mit uns Höhe am Fels, der Rest sitzt schon im Piano. Aber auch da ist dann bei 2.900 Ende. Nach zwei saftigen Klappern ist mir klar, weg hier. Zurück zu meinem Lieblingsbart Nähe Landeplatz (2. Nase vom Launch), eng einsteigen, volle Schräglage und das enge Biest bis auf 2.700 ausfliegen. Mazze kurbelt mit den anderen noch am Diabolo. Dann zurückversetzen lassen zum Launch, nochmal 200 Meter tanken und endlich ab nach hinten Wegfliegen.

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Uff, irgendwie versucht man ja doch egal wie nicht im Piano landen zu müssen. (Ihr erinnert Euch: Piano ist der Platz, wo ein Klavier – Gleitwinkel unbekannt???? – aufschlägt, wenn Ihr es am Startplatz rausschmeisst….). Beim Abflug sehe ich noch Mazze unten an der gleichen Stelle flach in das „Biest“ einsteigen. Dann raus in die Penitas-Ebene und mit starkem Sinken (4m) beschleunigt Richtug Jovans heizen. Aber kein Bart weit und breit, volle Abschattung und nur vereinzelte Blasen scheppern mir in den Schirm. Egal, ich fliege zu den Penitas.

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Dann Landeeinteilung und Direktanflug auf einen der Felsen und plötzlich Kinderjubeln in unglaublicher Lautstärke. Fragezeichen? Ich achtere etwas ab und dabei wieder auf den Felsen zu und wieder diese laute Jubeln. In der Steilwand sitzen einige Kids und jubeln frenetisch, als wenn Mick Kung eine Show geliefert hätte. Einmalig J. Keine 10 Minuten später ist Mazze im Anflug und wieder dieses Jubeln. Unsere Schirme sind noch nicht gepackt, da ist auch schon Bianca im Anflug, im Endanflug musste sie noch einem Gaul ausweichen, aber dafür durfte sie diesen dann auch eine kurze Runde auf dem Feld reiten.

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Hier wird einfach Alles geboten, nes pas? Also war die Route heute eine gute Wahl und nach zwei Stunden sitzt man zufieden in der Pampa und mit sich selbst und der Welt im Reinen.

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Was für ein netter Auftakt für 2011.

Euer OTTER-Team

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