OTTER Team Blog
the last days …

Auflösung Bilderrätsel/Gleitwinkel: Jepp, Mazze hat es zum See geschafft 🙂

Beweis:

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Mazze: Der Tag beginnt mit einem strahlend blauen Himmel, was wir mittlerweile ja schon gewohnt sind. Der Thermikanfang ist slow, so dass ich bis etwa 11:30 Uhr mit dem Start warte, was für Valleverhältnisse eher spät ist. Die Thermikgüte ist heute am Launch ganz gut und da der Windversatz am Startplatz gering ist, beginne ich einen Flugplan zu entwerfen. Es gibt verschiedene Wege zum Lake und der spannendste geht natürlich über die Mesa, die von den Bergen umschlossene Hochebene, die wirklich „Pampa“ oder „Nirwana“ darstellt. Also auf zum Penion del Diabolo mit Speedbar und ich komme angenehm hoch etwa in der Mitte der steilen Felswand an. Der vordere Bart beisst ganz nett an und ich drehe eng ein. Aus zunächst 2m/s werden nach zwei Vollkreisen 4m/s und nach zwei weiteren Kreisen schreit das Vario auf und ich werde mit 8m/s nach oben geschossen. Auf 2950m ist der Spuk zuende und ich kann mich angenehm hoch auf die Wall setzen. Viele andere Piloten kratzen schon seit längerem an der Wall (Udo), es geht hier also nicht so gut. Da ich hoch genug bin also direkt weiter über den G-Point zum Crazy-Thermalplace. Das würde ich mich an einem Tag mit starkem Wind nicht trauen…. Aber heute geht es nett in flachen Kreisen bis auf 3.450 m. Abflug mit den Three Kings (meiner Lieblingsfelsformation) in Sichtweite zum Maguey.

 

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Der Plan: Hier aufdrehen, rüber zum Cerro Gordo und Einlanden am Lago Valle de Bravo….. Na ja, wie das so manchmal mit Plänen ist: Ich komme auf halber Höhe am Maguey an und suche auf der Südseite ein erwartetes Steigen… Nothing/Null/Nada.

 

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Halbe Bergumrundung: Nichts. Oh je, mit den letzten Höhenmetern fliege ich raus ins Tal und versuche über einem abgemähten Maisfeld noch was zu finden. Von oben sehe ich eine verendete, halb skelettierte Kuh (kein Scherz) in dem Feld liegen.. Na Klasse, jetzt bombe ich wirklich im Nichts ein. Nach der Landung rufe ich meine Übersichtskarte zur Hilfe und checke die günstigste Route aus der Mesa heraus. I´m walking …….

 

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Mit Hilfe von einem netten Bauern(Traktor), zwei Jungs mit einem Pickup und einem Taxi schaffe ich es in Rekordzeit (3,5 Stunden) zurück zum Startplatz am Penion, wo Elli und Udo schon auf mich warten. Na klar mach ich den Abendflug mit. Yeeeha. Uff, what a day . . .

Udo: Das eher „zähe“Steigen ist heute partiel bedingt (siehe Mazze), ich sehe Mazze am Penon noch wie eine Rakete wegsteigen, als ich den gleichen Bart auskurbeln möchte…bäh..1m Steigen. Ist heute echt etwas tricky, also nach 45 Minuten BASTELN am Penion del Diabolo zurück vor den ersten Zackan Nähe LZ und nochmal von gaaaaaanz unten kurbeln…hoch bis zum Launch..und dann noch 350m für den sichenren Abflug nach hinten. Tja, die Penitasebene ist heute auch ein echter Zickenterror, da hilft kein Fluchen und kein Zetern, die Bärte sind nicht nett verteilt. Nach etwas fruchtlosen 30 Min Steigen suchen kickt mich noch ein Tandem (USA) aus der Wand und ich gehe entspannt nach über zwei Stunden Flugzeit in Penitas landen. Zu geil, die kleinen Mädels kennen unsere Vornamen und so wird man als „Local“ begrüßt. Taxi to Jovans, Elli treffen un d auf Mazzes Lande-SMS warten…

06.01.2011 Tres Reyes Dia  = Grande Fiesta de Temascaltepec

Tres Rayes Dia / Three-Kings-Day, Klartext: Heute steht der Nachmittagsflug nach Temascaltepec und zum LZ „Crazy last Chance“ an. Der Morgenflug; später Thermikeinsatz mit ordentlich Vento (Wind) das war echt bumpy (Waschmaschine), egal, das gehört dazu, oder? Kein gutes Steigen und alles was einen hoch bringt ist echt Arbeit, jeden Meter Höhe muss man heute ausnahmsweise fast erkämpfen.Sowei kurz und knapp beschrieben 🙂

Afternoonflight, YES…15:45 Uhr, der Wind wird startbar (unter 25 km/h) und zwei wilde Locals kurbeln schon. Und es geht hoch, also startklar machen und nach Mazze starte ich auch mit 4 Minuten Verzögerung in die angenehme Nachmittagstermik. 250 m über Start würden für den sicheren Flug über die Hochspannungsleitung und nach Temas reichen, aber warum nicht weiter den Bart ausfliegen? Es steigt entspannt, aber eng mit 1,5 – 2m..bei 2.900 m ist dann Feierabend und ausreichend Höhe für den Zielflug. Mazze ist schon auf dem Weg und ich jette mit etwas Speedbar hinterher. Temas und Umgebung getaucht in sanftes Abendlicht, wenig Wind und fast ein turbulenzfreier Abgleiter mit 1.500m Höhenunterschied.

 

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Ausgedehnte Kreise über dem Dorf drehen, Mazze beim Landen beobachten und per Funk die aktuelle Wind- und Thermiksituation an den Rest am Launch durchgeben. 100m über dem Landeplatz dann noch etwas Steigen und die Landung verzögert sich (smile) und dann paßt die Höhe und der Winkel und ich schwenke ein zum Landeendanflug in Temas.

 

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Immer wieder ein kleiner Nervenkitzel und ein Riesenspass. Denn, das ist echt exklusiv, außer Mazze und Damion und mir hatte leider kein anderer Pilot eine ausreichende Startüberhöhung für einen sicheren Flug. Echt schade, Hernando freut sich wie jedes Jahr überschwenglich und der frisch gepresste O-Saft und eine eiskalte Cerveza lassen keine 2 Minuten nach erfolgreicher Landung auf sich warten. Welcome back Home, könnte man fast meinen.

 

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Und auf der echt mexikanischen Fiesta waren wir (Groupo Jeffo) mal wieder drei der wenigen  Bleichgesichter. Aber auch das kenne wir schon und acht uns nichts aus, und gehört dazu, oder?

Neben dan ganzen mexikanischen Köstlichkeiten haben wir unser Dream-Team der fleissigen Hände aus Penitas nebst Eltern und Geschwistern getroffen: Vanessa mit Famile. Ein herzliches „Hallo“, Händeschütteln und zum Abschied haben wir den Kids ein paar Süssigkeiten ausgegeben.

 

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Der Abreisetag lies wenig raum für entspannte Flüge, also haben wir endlich beim dritten Valle de Bravo Aufenthalt auch die Schmetterlinge besucht. Ein absolut unvergessliches Erlebnis. Wenn der Flügeschlag der Schmetterlinge wie Blättterrauschen klingt und die Luft vor lauter Schmetterlingen orange leuchtet, dann ist man im Tal der Monarca-Schmetterling angekommen. An einem einzigen Baum sind bis zu 15.000 dieser wunderschönen Falter. Einfach unbeschreiblich und ein unvergessliches Erlebnis. 

 

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Reisebericht folgt und Bilder in großer Auflösung werden  von „back home“ eingepflegt.

Sonnige Grüße, euer OTTER-Team

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