OTTER Team Blog
The last day …

Wir schreiben das Jahr 2012. In einer fernen Galaxie..ehm..hups.

Also noch einmal..

Die Zeit vergeht wieder wie im Flug und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Kaum hat man sich eingelebt und an die täglichen Strecken gewöhnt, schwupps…  ist der letzte Tag angebrochen… zumindest fliegerisch.

Die ersten Cumuli  sind schon bei der Auffahrt zum Penon zu sehen, das wird ein guterTag mit hoher Basis.

Hatten wir eigentlich bereits etwas zur Airtime geschrieben? Nein? Tja, wie spaxxen wir uns da jetzt raus? Die kürzeste Airtime beträgt für Mexico 4.0 schlappe 18 Stunden und 3 Minuten in Summe. Die längste Airtime schlägt mit 23 Stunden und 2 Minuten und 3 Sekunden (Landung versaut) zu Buche. Letztendlich ein guter Schnitt bei 9 Flugtagen, an zwei Nachmittagen war wegen Überentwicklung und Gewitterneigung ans Fliegen leider nicht zu denken, solche Tage hat es hier seit 16 Jahren nicht gegeben, aber der Morgenflug entschädigt dafür ausreichend.  Schwäbische Blassnasen können jetzt weiter zu den Bilden blättern.

Irgendwie fliegen wir nicht soviel und wesentlich deutlich länger bei unserem vierten Besuch im Land der Farben, aber die geflogenen Strecken haben sich fast verdoppelt, mein GPS zeigt als gesamte Strecke 437 km an (da ist kreisen natürlich enthalten) und ich bin etwas sprachlos über die geflogene Distanz… aber dranbleiben lohnt einfach 🙂 .

Ich überlasse es jetzt Mazze den Hammerflug zu den Mariposas Monarca (Butterflies) zu beschreiben.

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Mazze:

Heute war das Startplatzgedränge irgendwie anders als sonst: Selbst die Streckencracks – im Bild Jonas – machen sich früh fertig; es verspricht ein früher und hoher Tag zu werden. Keine Zirrusbewölkung und früh entwickelnde Cumulus sprechen für sich. Wir hauen uns raus und drehen direkt am Launch auf über 2.900 m auf. Da auch am Sacamecate schon ein toller Cumulus steht warten wir nicht wie sonst bis etwa 12:00 Uhr über dem Launch ab, sondern fliegen direkt zu den Peniden rüber. Dort zeigt sich der Berg mal wieder als kleine Zicke, es geht etwas zerrissen und nur mäßig nach oben. Erst wenn man über der Spitze drehen kann, wird der Bart leichter zu zentrieren und es geht wie in einem Aufzug mit 3-4,5m der Basis entgegen. Udo kämpft etwas tiefer verzweifelt im Hang des Sacamecate und fliegt anschließend Richtung Jovans. Ralf und ich haben uns etwas Richtung Jovans versetzen lassen und nehmen nun Kurs nach NO, Richtung „Butterflies“.

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Auf dem Weg zu den Mariposas hilft und der Rückenwind mächtig, wir düsen mit 55-60 km/h Groundspeed über die Ebene und nehmen jeden Heber mit. So bleiben wir immer über 3.000 m und mit der Geländekontur hebt sich langsam die Basis auf 3.600 m.

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Die Wolkenbildung um uns herum ist mächtig und wir versuchen immer einen Ausweg ins Blaue im Auge zu behalten. Erfreulicherweise ist die Thermik stark und auch an der Basis / über der Basis ist es nicht zu unruhig.

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Wolkenstrasse zu den Los Saucos 🙂

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Je näher wir dem Gebirgszug kommen, um so dunkler wird es um uns herum… Augen zu und durch!

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Auf dem Rückweg halten wir uns etwas südwestlich und lassen und am Rand der Wolkenstrasse wieder Richtung Lago Valle de Bravo versetzen. Der Gegenwind ist mächtig und wir landen nach ca. 2 Stunden glücklich und zufrieden bei Jovans zum Lunch wieder ein. Besser kann ein Morgenflug nicht laufen.

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Udo:

Später Return zum Launch und oben angekommen Wind in Böhen bis 42 km/h, etwas parawaiting ist angezeigt, aber das wechselt täglich, manchmal gehts ab 15:30 Uhr, manchmal erst ab 16:30.

Die zackigen Brecher beruhigen sich und so schwinge ich mich hinter Ralf ins Aufwindband am Penon. Die Sonne ist noch hinter einer Wolke also Geduld..Geduld..

Jonas dreht vor dem Launch ein und Ralf und ich folgen. Der Hausbart läuft wieder und somit eng drehen und drin bleiben. Nach 15 Minuten kurbeln im engen Bart sind wir bereits auf 3.490 m im Steigen über den Penitas. Der Bart am Sacamecate ist nicht aktiv, aber die Höhe reicht schon fast für einen Flug back to Town, aber eben nur fast.

Das klar erklärte Ziel war Kaffee bei Jovans, derweil Mazze noch am Launch mit der Höhe kämpft, treten Ralf und ich in die Speedbar und hämmern mit 62 km/h Richtung Jovans los. Die überschüssigen Höhenmeter werden mit Wings und Asyspiral abgespaxxt und dann sanftes Einschweben am Soccerfield bei Jovans. Schirme packen, Grinsen, Freuen und den Tag geniessen. Die Jungs falten die Wings zusammen und nach 10 Minuten ist auch schon Mazze von Penitas mit unserem Fahrer Juan da. Also back to Town und früh in Valle eintreffen.

Wir verabschieden uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus Valle und Mexico; morgen Packen und ab zum Airport. Es war wieder eine geile Zeit und eins ist sicher: Wir kommen auf jeden Fall wieder!

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Hasta luego Amigos y Amigas … hasta el proximo ano … muchachos.. esta bien !

Euer OTTER-Team & Ralf (AcroSpaXX)

Reisebericht Mexico 4.0 mit Details zu Thermikquellen und Flugrouten folgt.

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